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L
a m b r e c h t ( P f a l z )
Stadt
der Geißbockspiele
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Ursprung
und Entwicklung von Lambrecht (Pfalz)
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wie
die amtliche Bezeichnung lautet, ist 1838/39 aus dem
Zusammenschluss der Nachbardörfer St. Lambrecht und Grevenhausen
entstanden. In Würdigung seiner wirtschaftlichen Bedeutung
wurde Lambrecht 1887 zur Stadt erhoben. Es führte bis
zur Stilllegung seiner Tuchfabriken in den sechziger Jahren
das Attribut Tuchmacherstadt.
Zuerst
war Grevenhausen. Dann, 977 oder 987, wurde das Benediktinerkloster
St. Lambrecht gegründet, bei dem sich nach und nach eine Siedlung
gleichen Namens entwickelte. Klosterstifter war Herzog Graf Otto
von Worms, dessen Enkel als Konrad II. deutscher Kaiser werden sollte.

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Die
Benediktiner blieben bis 1240, dann wurden Nonnen ins Kloster
eingewiesen, das 1287 dem Dominikanerorden inkorporiert wurde. 1551
wurden Kloster und Ort St. Lambrecht auf Antrag der Kurpfalz der
Universität Heidelberg zugewiesen. Von ihr nahm es die kurpfälzische
Hofkammer von 1553 bis 1700 in Dauerpacht und behandelte es faktisch
als ihr Eigentum. Das kleinere Grevenhausen blieb beim Hochstift
Speyer. Die Folge waren dauernde Reibereien konfessioneller und
territorialer Art. Im Jahr 1753 wurde wegen des Baus eines Wirtshauses
in Grevenhausen zwischen der Kurpfalz und dem Fürstentum sogar
ein neun Tage dauernder bewaffneter Feldzug geführt. 1568 wies
Kurfürst Friedrich III. wallonische Glaubensflüchtlinge
- Reformierte - in das leergewordene Kloster ein.
Diese
Neubürger waren Tuchmacher. Sie führten ihren Beruf
in Lambrecht weiter. Ihre Zünfte waren straff organisiert,
ihr Qualitätsanspruch so hoch, daß die Kurfürsten
sie privilegierten. So gelangte der Ort zu solidem Wohlstand, der
allerdings durch die Jahrhunderte immer wieder durch kriegerische
Einwirkungen zunichte gemacht wurde.
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Die
1320 - 1343 gebaute ehemalige Klosterkirche St. Lambrecht (Bild
rechts unten) gilt als kunst-historisch bedeutendstes Juwel der
Reduktionsgotik in der Pfalz. Ihre Chorwände sind mit Seccos
ausgemalt. Zu den Darstellungen zählt auch eine Bildfolge mit
der Quirinus-Legende aus dem 14. Jahrhundert, die in bilderstürmischem
Eifer zwar gewaltsam beschädigt und zugeputzt worden waren,
1955 aber freigelegt und behutsam restauriert worden sind.

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Die
Barock-Orgel der Kirche von Johann Georg Geib 1777 gebaut, ist nahezu
original erhalten. Sie erklingt außer zum Gottesdienst oft
auch zu bemerkenswerten kirchenmusikalischen Konzerten.

Die
katholische Kirche an der Hauptstraße (Bild links oben) stammt
aus dem Jahr 1750. Sie wurde 1952/53 erweitert, die straßenseitige
Barockfassade aber beibehalten.
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Westlicher
Ortsteil um1885
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